Vom Boss lernen – Robert Senior

Vom Boss lernen – Robert Senior

Neue Serie: Vom „Boss“ lernen Teil IV

Mein #Boss war mir immer auch #Mentor. Ihm über die Schulter zu schauen, hat Räume für meine eigene Entwicklung geöffnet.

In dieser #Serie stelle ich Menschen vor, die meinen beruflichen Weg geprägt haben. Heute geht es um Robert Senior, meinen weltweiten CEO bei Saatchi & Saatchi.

Robert war für mich ein CEO, der Türen im Kopf öffnen konnte. Er sprach von #CreativeBravery. Sein Ziel war nicht, Menschen zu motivieren. Er wollte sie mutig machen. Das Motto der Agentur lautete damals: Nothing is Impossible.

Seine Haltung brachte er oft mit einem kurzen Gedicht auf den Punkt:

Come to the edge, he said.
They said: We are afraid.
Come to the edge, he said.
They came.
He pushed them…
And they flew.

So führte Robert. Er holte aus Menschen mehr heraus, als sie sich selbst zutrauten.
Was habe ich von ihm gelernt?

🚀 Große Führung weckt #Sehnsucht.

Robert verkaufte keine Ideen. Er weckte die Sehnsucht, an sie zu glauben. Er konnte Menschen nicht nur überzeugen – er konnte ihnen das Gefühl geben, Teil von etwas Größerem zu sein. Heute glaube ich: Menschen folgen keiner Strategie. Sie folgen einer Zukunft, an die sie glauben.

🎪 Ideen muss man #verteidigen.

Robert erzählte mir einmal, wie ein Kunde eine mutige Idee immer weiter „weichspülte“. Also brachte sein Team ein Zelt mit in die Präsentation, baute es im Besprechungsraum auf und eröffnete mit den Worten: „Ich gehe hier erst wieder weg, wenn wir das Go für diese Idee haben.“ Er machte nicht nur sein Team mutig – sondern auch seine Kunden.

✨ #Sprache erschafft Realität.

Robert benutzte Worte wie Galvanising, Alchemy oder Audacity. Ehrlich gesagt: Ich kannte diese Worte damals gar nicht. Aber sie machten etwas mit mir. Robert wusste, dass Sprache Realität nicht nur beschreibt – sie erschafft. Er pflanzte keine Argumente in die Köpfe der Menschen. Er pflanzte Möglichkeiten. Träume. Sehnsucht.

🎁 Wertschätzung braucht #Inszenierung.

Zum Start bei Saatchi schenkte Robert mir ein Notizbuch von Smythson – mit meinen Initialen und Goldschnitt. Ich fragte ihn, warum ausgerechnet ein so traditionelles Buch zu einer modernen Kreativagentur passe. Seine Antwort habe ich nie vergessen:

„Ich schenke es nicht Dir. Ich schenke es Deinen Kunden.“

Seitdem öffne ich in wichtigen Gesprächen bewusst ein hochwertiges Notizbuch. Nicht wegen des Papiers, sondern wegen der Botschaft: Du bist es wert, dass ich mir Gedanken über Dich mache.

Danke, Robert. Ob ich jemals so hoch geflogen bin, wie Du es Dir gewünscht hast, weiß ich nicht. Aber Du hast mir gezeigt, dass große Führung Menschen Flügel verleiht.

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Marken- und Digitalisierungsexperte.
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